erfreuten wir uns und Krempe Nord. Mit einigen „Kurzen“ ging es auf die Reise. Vor dem Altenwohnheim, auf dem Königsweg schmetterten wir aus voller Brust das Lied der Freundschaft und anderes mehr. Es passte ganz gut, denn die Schranke war geschlossen. Über den Schwarzen Weg ging es unterbrochen von einem kleinen improvisierten Ständchen beim Bauer Schröder in Klein Wisch zum ersten Stützpunkt am Deich zu Walter Münster. In Walters Kaffeegarten an der großen Wettern war die Tafel schon gedeckt und das Frühstück konnte beginnen. Hier wurde, den Gastgebern zur Ehre, bei strahlendem Sonnenschein – richtigen Bilderbuchwetter, gesungen, gegessen und gebechert. Die kleinen Spieleinlagen: Nagelspiel und Tauziehen fanden viel Anklang. Die Fußwäsche der vorwitzigen Sangesbrüder auf dem Anlegesteg trug viel zur Erheiterung, aller mit trockenen Füßen zu. Nachdem wir dem Ehepaar Münster gedankt hatten, setzten wir unsere Tour fort. Weiter ging es auf dem Deich, der heilen Welt der Stör, nach Neuenkirchen genannt Kisdörp. Bis zu diesem Zielort waren es stolze 7 km. Nicht eingerechnet die Schritte und Meter, die einige Sangesbrüder, etwas angeschlagen, links und rechts den Deich hinunter fielen und dabei noch den Schirm zerbrachen und der Mutti mit grün befleckten Hosen nach Hause kamen. Bei Mielke gab es Erbsensuppe mit Würstchen satt. Es klappte alles vorzüglich. Dann wurde die Heimreise angetreten und zu 13:00 Uhr kommen alle, mit Mielkes Schulbus, noch rechtzeitig zum Flohmarkt. Unser ältester Sangesbruder, Robert Bär, meinte, in seinen Sängerleben hätte er auf der Himmelfahrtstour noch nie so viel Spaß und Freude gehabt, wie an diesem besagten 04. Mai 1978.

 

Quelle: Protokollbuch der Liedertafel Lied-Hoch